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Die Maske (Auswahl) ist eines der wichtigsten Werkzeuge in der Grafik. Die Maske unterteilt das Bild in einen aktiven und einen inaktiven Teil. Alle Operationen, die nach dem Aufbau der Maske durchgeführt werden, kommen nur im aktiven Teil zur Wirkung, der inaktive bleibt unberührt. Wir wollen anhand eines Beispiels den Aufbau einer einfachen Maske mit dem in jeder Software vorhandenen "Zauberstab" demonstrieren.
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Aufgabe: In das von einer Clipart-CD geholte Bild soll statt dem Muster ein Bild von Pebbles erscheinen. Wir setzen hier voraus, dass Sie bereits wissen, was Ebenen sind und diese auch geringfügig manipulieren können.
Schritt 1: Laden Sie das Originalbild. Es erscheint als Hintergrundebene, welche meist nicht oder nur eingeschränkt manipulierbar ist. Daher duplizieren Sie diese Ebene gleich einmal, geben ihr einen Namen (z.B. "Original") und löschen die Hintergrundebene.
Schritt 2: Kopieren Sie diese Ebene noch einmal und benennen Sie sie als "Maske". Die Maskenebene sollte an erster Stelle (in der Anordnung obenauf) liegen. Schalten Sie nun die Originalebene aus.
Schritt 3: Löschen Sie nun mit dem Radiergummi mit einer grossen Spitze (ca. 60px) knapp an das freizustellende Muster, auf alle Fälle aber bis in den grauen Rand hinein. Denn je einheitlicher die Farbe rund um das freizustellende Objekt ist, umso einfacher und genauer ist das Erstellen der Maske.
Schritt 4: Aktivieren Sie den Zauberstab, stellen eine niedrige Toleranz ein (10 - 15) und klicken Sie jetzt in den transparenten (hier grau gekästelten) Bereich. Die Toleranz gibt an, wieviel Farbabweichung beim Maskieren "mitgenommen" wird. Allgemein gilt: kleine Toleranz für Einzelheiten, weite Toleranz für bunte Flächen, die auf einmal ausgewählt werden sollen. Eine Feinjustierung der Toleranz erspart auf alle Fälle sehr viel Nacharbeit. Eine laufende, strichierte Linie erscheint jetzt am äusseren Rand und rund um das grob ausgeschnittene Muster. Stellen Sie den Maskierungsmodus jetzt auf "Addition" (erweitern) und klicken einmal in den grauen Rand. Das Ergebnis sollte so aussehen, wie es das Bild oben zeigt. Mit dem Radiergummi wird nun der Rest entfernt. Sie können hier schon gut beobachten, dass, auch wenn sie mit dem Cursor über die Linie hinaus fahren, der inaktive innere Teil des Bildes nicht beschädigt wird. Mit "Maske umkehren" wird nun der inaktive Teil zum Aktiven gemacht. Löschen Sie auch hier alles weg, so dass am Ende nur noch die Linie zu sehen ist.
Schritt 5: Schalten Sie nun die Bildebene ein und radieren Sie das Muster aus dem Rahmen. Wenn Sie bis jetzt alles richtig gemacht haben, so sollte jetzt ein Loch in der Mitte des Rahmens klaffen.
Schritt 6: Wenn Sie sich die Maske für einen späteren Gebrauch aufheben wollen, so müssen Sie jetzt folgende Aktionen durchführen. Wenn nicht, so überspringen Sie einfach diesen Schritt. Speichern Sie Ihre bisherige Arbeit ab und löschen Sie die Bildebene. Erklären Sie jetzt eine der beiden Maskenhälften zur Aktiven und füllen Sie sie mit einer kontrastreichen Farbe, am besten schwarz. Wir bevorzugen die "Matritze", das heisst, das Loch bleibt transparent. Aber das ist Geschmacksache. Speichern Sie jetzt die Maske unter einem aussagekräftigen Namen. Wenn Sie in Zukunft diese Maske benötigen, so brauchen Sie nur mit dem Zauberstab in eine der beiden Teile zu klicken, schon ist die Maske wieder aktiviert.
Sollten Sie eine High-End-Software benutzen, welche Kanäle unterstützt, so können Sie sich die vorhergegangenen Schritte sparen und speichern die Maske unter einem "Alpha-Kanal" ab. Auf das Arbeiten mit Kanälen und die Besonderheiten des Alpha-Kanals werden wir zu einem späteren Zeitpunkt in einem "F"-Kapitel zu sprechen kommen.
Schritt 7: Laden Sie jetzt den Rahmen (sofern nötig) und laden Sie auch gleich das Bild, das in den Rahmen gehört. Skalieren Sie dieses gleich auf so ein Format, dass es leicht in das Rahmenbild passt. Kopieren Sie es nun mittels Drag-and-Drop oder Kopieren-Einfügen in den Rahmen. Es erscheint als neue Ebene, welche jetzt unter der Rahmen-Ebene anzuordnen ist. Damit das Ganze natürlich aussieht, ist es nötig die Unterkante des Bildes parallel zur Rahmenunterkante zu drehen und die Seitenkanten perspektivisch anzugleichen. Das machen Sie am Besten mit dem Pespektiven-Werkzeug oder direkt an den Anfassern des Bildes, je nachdem was Ihre Software unterstützt. Achten Sie auch darauf, dass Sie beim Verkleinern des Bildes den "Proportional-Modus" verwenden, sonst sieht Pebbles vielleicht nachher aus wie unter einen Autoreifen gekommen. Ausserdem ist wichtig, dass das Bild immer einige Pixel über den Rand des Rahmens hinausschaut, sonst kann es bei diversen Filtern zu unschönen Rändern kommen.
Schritt 8: Feinschliff. Das Bild ist eingepasst, jetzt fehlt noch eine gebührliche Beleuchtung. Maskieren Sie dazu den Rahmen aussen, indem Sie mit dem Zauberstab und einer sehr kleinen Toleranz in den grauen Bereich klicken. Suchen Sie sich jetzt mit Ihrem Beleuchtungs-Werkzeug eine optisch ansprechende Einstellung. Zu beachten ist dabei, dass im Original die Beleuchtung bereits von rechts oben vorgegeben ist. Sie sollten daher den Leuchtkörper auch ungefähr in diese Richtung setzen. Sie können jetzt auch gut beobachten, dass nur der Rahmen beleuchtet wird, der graue Hintergrund vom Licht aber nichts abbekommt. Vielleicht jetzt noch die Rahmenebene ein wenig weichzeichnen - fertig.
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