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Wir alle kennen Globes in Form von kleinen Glaskugeln, in denen sich mehr oder weniger kitschige Objekte befinden. Oft rieselt auch Schnee oder Flitter, oder es bewegen sich Sternchen darin. Diese Globes gibt es auch als Grafiken und es haben sich schon ganze Webrings diesen virtuellen Kugeln verschrieben. Wie solche Globes entstehen, wollen wir in diesem Artikel einmal zeigen.
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Zunächst brauchen wir einmal ein dankbares Motiv, für das sich das Bauen eines Globes auch lohnt. Wir haben hier auf einer Foto-CD diese Schiff gefunden und den Entschluss gefasst, dieses einzubauen. Dazu wird das Originalbild (1088 x 783 px) gleich einmal in die Grösse skaliert, in der nachher auch die Kugel erscheinen wird, in diesem Fall 300 x 300 px. Sie ersparen sich dadurch nachher herbe Enttäuschungen, falls das Bildchen nach dem Verkleinern zu verwaschen oder zu eckig aussieht und Sie es nicht gebrauchen können.
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Ist das Bild in Ordnung, können wir nun beginnen, die Kugel zu zeichnen. Machen Sie die Kugel nicht zu gross, denn Sie brauchen dann noch etwas Platz auf dem Bild für diverse Schnörksel und den Ständer. Danach wird diese maskiert und die Maske gleich als Alpha-Kanal oder Farbfläche, je nach Software, abgespeichert. Je nach Motiv entscheiden Sie sich nun für eine globale Hintergrundfarbe. Und da ja Glaskugeln Blendflecke aufweisen, wird dieser gleich mitgemalt. Dazu erstellen wir einen Verlauf von einer sehr hellen Abart der Hintergrundfarbe als Startpunkt und lassen diese ab etwa 30% der Verlaufstrecke in den eigentlichen Hintergrund übergehen. Wir aktivieren den kreisförmigen Verlauf und ziehen ihn in die gewünschte Beleuchtungsrichtung auf. |
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Da bei seitlicher Betrachtung ein Blendfleck nicht kreisförmig erscheint, müssen wir aus ihm eine Ellipse machen. Nehmen Sie dazu mit der Pipette die zentrale Farbe des Flecks auf und wählen Sie den Airbrush aus. Jetzt suchen Sie eine kreisförmige, weiche Werkzeugspitze, welche dem Durchmesser des Flecks nahekommt, aus. Als Einstellung verwenden Sie noch einen Druck von ca. 80% und erweitern jetzt den Fleck mit kurzen Farbspritzern (kurze Klicks mit der Maus, keinesfalls ziehen) entlang der Kugelkante. |
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Noch sieht die Kugel matt aus. Um ihr Glanz zu verleihen regeln wir die Lichterbereiche des Blaukanals solange nach, bis ein leuchtender Farbübergang entstanden ist. Mit dem Handwerkzeug Weichzeichner (nicht den Filter Weichzeichnen verwenden) fahren wir noch die Korona ab um den Glanzpunkt ein wenig einzuengen. Sie können jetzt nach Belieben weitere Reflexionsflächen einbauen. Nehmen Sie dazu mit der Pipette eine Farbe aus dem dunklen Bereich der Korona auf, aktivieren wieder den Airbrush und sprühen entlang der Kugelkante. Die Kugel sollte dazu maskiert sein, so können Sie keinesfalls "über das Ziel hinausschiessen". |
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Die Glaskugel ist nun bereit das Motiv aufzunehmen. Laden Sie dazu das bereits verkleinerte Originalbild und maskieren das Objekt, in unserem Fall das Schiff. Jede bessere Software unterstützt hier die Drag-and-Drop-Technik. Sie brauchen also nur das freigestellte Schiff über das Kugelbild ziehen und dort so skalieren, dass es auch in diese passt. Überstehende Fragmente werden mit Hilfe der Kugelmaske entfernt. |
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Sollten Sie eine Software besitzen, welche das Verbiegen von Objekten unterstützt, so sollten Sie das jetzt auch noch anwenden. Da ja infolge der Lichtbrechung eine kleine Verzerrung stattfindet, können Sie diese durch leichtes Biegen in Richtung Kugelkante imitieren. Ausserdem wird entlang derselben das Objekt mit dem Handwerkzeug Weichzeichner noch etwas bearbeitet. So kommt die Reflexion am Glas mehr zur Geltung. Vergessen Sie auch hier wieder nicht die Maske einzuschalten. |
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Da das Objekt ja nicht in der Luft hängt, brauchen wir nun einen Untergrund. In unserem Fall bietet sich Wasser an, je nach Motiv kann das aber auch alles andere sein. Wir bauen eine Ellipse ein, so groß, dass das Schiff darauf locker Platz hat, füllen diese mit blauer Farbe und verwenden einen Wellenfilter, um die See zu imitieren. Sollte Ihr Filter die Wellen zu hart zeichnen, so können Sie mit dem Gaussschen Weichzeichner und einer kleinen Einstellung noch einmal darübergehen. Manche Software bietet auch Füllmuster an. Wenn sich darunter ein geeignetes befindet, kann auch dieses verwendet werden. |
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In einer klaren Nacht erwartet man auch Sterne am Himmel. Diese sind, sofern sie nicht bereits als vorgefertigte Objekte in der Softwaresammlung liegen, leicht selber zu zeichnen. Erstellen Sie diese auf alle Fälle einmal grösser als sie werden sollen. Sie tun sich beim Zeichnen und auch nachher beim Skalieren leichter. Wir nehmen dazu den Pinsel auf, weiche Werkzeugspitze 3px, Farbe Weiss, und malen sternförmig gerade Striche. Um die Abdunkelung nach aussen zu erreichen gibt es zwei Wege. Der Erste wäre, in den Werkzeugoptionen des Pinsels "verblassen" (oder ähnlich) einzustellen. Dann müssen Sie die Striche immer vom Zentrum nach aussen ziehen. Oder Zweitens, Sie ziehen die Striche gerade durch, aktivieren anschliessend den Radiergummi, stellen 40% Druck und eine weiche Werkzeugspitze 15px ein und klicken damit auf die Enden der Sternspitzen. |
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Diesen "Referenzstern" können Sie jetzt nach Herzenslust kopieren, skalieren und anordnen. Achten Sie aber darauf, dass das Bild nachher nicht überladen wirkt. Der Satz "weniger ist mehr" trifft hier ganz besonders zu.
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Es fehlen noch einige Wolken. Erstens, wenn schon Himmel, dann aber auch richtig. Und Zweitens, der 3D- und Glanz-Effekt wird dadurch noch verstärkt. Wir nehmen dazu mit der Pipette eine helle Farbe aus der Korona auf und sprühen mit dem Airbrush einige kleine Wolken. Diese werden dann mit dem Gaussschen Weichzeichner und einer Einstellung grösser 3px mit dem Hintergrund verschmolzen. |
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Jetzt brauchen wir nur noch etwas, worauf die Kugel auch steht. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Eines Vorweg: versuchen Sie nicht, das Rad neu zu erfinden. Es gibt hunderte CD's und dutzende Websites, die Kristalle, Perlen, Ketten und dergleichen frei zur Verfügung stellen. Wenn Sie das Copyright beachten, können Sie aus Einzelteilen wunderschöne Rahmen bauen. Auch wir haben hier freie Cliparts eingebaut und sie mit Reflexionen versehen. Diese werden genauso wie die Sterne gezeichnet, allerdings mit einer Strichstärke von nur 1px. |
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Einige Dinge sollten Sie bei all diesen grafischen Aufgaben beachten. Machen Sie Gebrauch von der Maske und verwenden Sie diese, so oft es möglich ist. Unliebsame "Ausreisser" werden dadurch erst gar nicht möglich. Erstellen Sie jedes Objekt auf einer eigenen Ebene, und sei es noch so klein. Änderungen sind einfacher durchzuführen und Teilbereiche des Bildes können immer wieder einzeln betrachtet werden. Und zum Schluss: machen Sie sich mit den vielfältigen Möglichkeiten von vorgegebenen Filtern, Mustern und Strukturen vertraut. Wenn Sie diese wenigen Punkte einhalten, so liegen die Grenzen nur mehr bei Ihrer Fantasie. Ausserdem gibt es Websites, die sich nur mit Globes befassen. Hier können Sie sich Ideen holen. Sie werden bei Ihren Rundgängen durchs Web auch feststellen, dass viele Globes animiert sind. Dies haben wir hier absichtlich weggelassen. Sollten Sie ein Animationsprogramm zur Hand haben, so steht einer solchen Animation natürlich nichts im Wege.
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