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Oft möchte man eine Person, ein Tier oder irgendeinen komplexen Gegenstand in einem Foto nachbearbeiten ohne dass der Rest des Bildes beeinflusst wird. Die Lösung dazu ist natürlich eine Maske. Nur ist das Herausarbeiten der Details eine Arbeit, die einiges an Gefühl und Geduld abverlangt. Die Tricks, wie man Details zum Vorschein bringt, um sie nachher besser maskieren zu können möchten wir in diesem Kapitel besprechen.
Wir setzen hier bereits voraus, dass Sie wissen, was eine Maske ist und wie Sie diese speichern können. Ausserdem sollten Sie bereits mit den Tonwert- (Gradations-) und Farbmanipulationswerkzeugen (Farbton, Sättigung und dergleichen) vertraut sein.
Die Aufgabe besteht darin, aus der Katze ein Alien zu machen und den Background entsprechend gespenstisch anzupassen.
Schritt 1.) Wenn Sie Das Bild laden, so wissen Sie inzwischen, besteht es nur aus einer Hintergrundebene. Nachdem wir zur Bearbeitung drei Ebenen benötigen kopieren Sie die Hintergrundebene dreimal und benennen Sie als "Original", "Alien" und "Maske". Achten Sie darauf, dass "Original" als unterste Ebene liegt. Die Hintergrundebene können Sie nun getrost löschen. Schalten Sie zunächst "Original" und "Alien" aus.
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Schritt 2.) Als erstes wird die Katze einmal grob ausgeschnitten. Verwenden Sie dazu das Lassowerkzeug und führen Sie es nahe der Kontur entlang. Mit einem Doppelklick wird das Lasso geschlossen und eine grobe Maske erscheint. Jetzt wird die Auswahl umgekehrt und mit dem Radiergummi und einer sehr grossen Werkzeugspitze alles entfernt.
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Schritt 3.) Jetzt müssen die Details herausgearbeitet werden. Dazu sollte ein möglichst extremer farblicher Konrast zwischen diesen und dem Hintergrund entstehen. Alle Grafikprogramme bieten Werkzeuge an, die ein farbliches Verfremden des Bildes emöglichen. Diese werden wir uns hier zunutze machen. Die erste Überlegung, die angestellt werden muss: wo ist welche Farbe dominant. In unserem Beispiel ist es Grün im Hintergrund, daher werden wir uns auch auf diese konzentrieren. Mit den Sättigungsreglern wird Grün einmal hervorgeholt (100%) und da das noch nicht reicht auch Gelb. Da Gelb aber bereits in der Katze vorhanden ist, darf nur soweit hinaufgeregelt werden, dass die Kontur nicht verschwimmt. Um noch mehr Farbkontrast zu erreichen, verwenden Sie jetzt den Tonwertregler (Gradationskurve), schalten auf den Grünkanal und hellen jetzt soweit auf, bis der Farbunterschied sein Höchstmaß erreicht hat. Scheuen Sie sich nicht zu experimentieren. Mit der Zeit werden Sie ein Gefühl dafür entwickeln, welche Einstellungen für welche Farbzusammenstellungen die Richtigen sind.
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Schritt 4.) Jetzt ist der Zauberstab an der Reihe. Schalten Sie auf "addieren" (hinzufügen, vereinen), stellen Sie eine geringe Toleranz ein und klicken Sie einmal in den grünen Bereich. Wird zuwenig maskiert, so machen Sie den Schritt rückgängig, erhöhen die Toleranz langsam und versuchen es noch einmal. Klicken Sie auch in verschiedene Farbabstufungen, um zu sehen welche die besten Erfolge bringen. Achten Sie jetzt noch nicht auf ganz kleine Details, sondern nur darauf, dass wirklich nur der Hintergrund und nicht das Objekt selber etwas von der Maske abbekommt. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, dann radieren Sie sofort die überflüssigen Farben weg.
Schritt 5.) Jetzt können Sie sich an die Feinstarbeit begeben. Mit Zauberstab, addieren und ganz geringer Toleranz werden die Details (in unserem Fall vor allem die Grashalme in Bauch- und Schwanzgegend) der Maske zugeführt. Wenn Sie jetzt mit Ihrer Maske zufrieden sind, dann entfernen Sie noch etwaige "Ausreisser", das sind kleine Inselchen in der Maske, die nicht erwischt worden sind. Entweder Sie klicken in diese Inseln mit dem Zauberstab hinein oder Ihr Grafikprogramm unterstützt "Inseln entfernen". Manche Programme unterstützen auch folgende Vorgangsweise: stellen Sie "addition" ein, wählen Sie die Rechteck-, Polygon- oder Kreismaske aus und ziehen Sie in der bestehenden Maske eine weitere um die Inseln herum auf. Diese werden dann automatisch der bestehenden zugeführt.
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Schritt 6.) Wenn die Maske in Ordnung ist und Ihren Vorstellungen entspricht, dann radieren Sie alles weg, machen aus der Maske eine Matritze, schalten "Maske" aus (die Maske selbst nicht aufheben sondern nur die Ebene ausschalten) und schalten "Alien" ein.
Bevor Sie jetzt weiterarbeiten speichern Sie die Maske ab. In zukünftigen Kapiteln werden wir immer wieder auf sie zurückkommen.
Um die Katze auch bearbeiten zu können müssen Sie die Maske jetzt umkehren. Mit dem Tonwertregler (Gradationskurve) im Blaukanal erhöhen Sie jetzt den Anteil solange, bis Ihnen das Ergebnis gefällt. Allerdings sieht die Katze jetzt noch ein wenig "angemalt" aus.
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Schritt 7.) Schalten Sie "Original" dazu, aber lassen Sie "Alien" als aktive Ebene bestehen. Mit einem kleinen Radierer mit weicher Werkzeugspitze werden nun die Augen und die Schnauzenpartie aus "Alien" herausgenommen, die ursprünglichen Farben kommen zum Vorschein. Jetzt muß nur noch der allzu freundliche Hintergrund verfremdet werden. Kehren Sie die Maske um, reduzieren Sie die Helligkeit um ca. 50% und erhöhen Sie den Kontrast um ca. 40% und schon haben Sie eine beleuchtete Nachtaufnahme.
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Und wer das Dunkle nicht mag, kann natürlich auch einen kleinen Feuerteufel auf nahezu die gleiche Weise zaubern. Der Unterschied liegt darin, dass sowohl Hintergrund als auch Katze mit Tonwert, Farbton und Sättigung angepasst wurden. Das Fell kann man noch mit einem Wischwerkzeug (kleiner Pinsel, mittlerer Druck) strichweise nach aussen ziehen, damit die Katze etwas zerzauster aussieht.
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