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Vor einiger Zeit wurde aus unseren Internet-Communities die Frage an uns gerichtet, wie man denn ein gebogenes Filmband mit Fotos darin herstellt. Daraus machen wir natürlich gleich einen Workshop-Artikel. Wir müssen allerdings eingestehen, dass wir damit bereits ein wenig vorausgreifen, denn dazu ist die Verwendung eines Vektorprogrammes (z.B. Corel Draw) nötig.
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten. Die Erste ist die Verwendung eines Grafikprogramms, welches einen Filter beinhaltet der das Verbiegen von Grafiken ermöglicht (z.B. Photoshop). Die Zweite gilt für billigere Software, welche solche Filter nicht beinhaltet.
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Möglichkeit 1: Im Vektorprogramm wird ein Rechteck erstellt, welches die Maße des zukünftigen Filmes hat. Sie sollten zu diesem Zeitpunkt bereits sehr genaue Vorstellungen von den Grössenverhältnissen haben, da späteres Skalieren meistens unschöne Folgen hat. Die Transportlöcher lassen sich am einfachsten durch eine Textzeile mit einem Symbolfont darstellen. Im Textdialogfeld wird als Font "Shapes1", Laufweite 50%, 8 Punkt eingestellt und anschliessend mit dem Zeichen der Taste "Null" eine Zeile geschrieben, die etwas länger als das Rechteck ist. Diese Textzeile wird nun dupliziert und beide auf Position geschoben. Jetzt brauchen Sie nur mehr das Rechteck schwarz und die Textzeile weiß füllen. Damit dieser Film im Bildbearbeitungsprogramm weiterbearbeitet werden kann, ist es nötig, ihn nun in ein solches Format zu exportieren, welches für diese Art Software lesbar ist. Verwenden Sie ausserdem ein Format, welches ohne Kompression arbeitet. Anbieten würden sich das "bmp" und das "tif" Format. Wir wechseln nun in die Bildbearbeitung und öffnen ein neues Dokument, welches etwas höher und mindestens 3x breiter als der Film ist. Der noch horizontale Film wird in das neue Dokument importiert und gleich einmal um 90° gedreht. Jetzt passen wir die Bildchen ein. Entspricht der noch gerade Film den Vorstellungen, dann wird er abgespeichert, denn die folgenden Aktionen können manchmal nicht so leicht wieder rückgängig gemacht werden. Wir reduzieren alle Ebenen auf eine Hintergrundebene und aktivieren den Filter "Verbiegen" (oder Ähnliches), der sich meistens unter den Verzerrungsfiltern verbirgt. Wir geben dem Film mittels der Kurve die gewünschte Form, akzeptieren diese und beschneiden anschließend das Bild auf das richtige Format. |
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Möglichkeit 2: Wenn Sie kein Werkzeug zum Verbiegen zur Hand haben, müssen Sie den Film bereits in Ihrem Vektorprogramm fertig erstellen. Wir bauen dazu eine Bezier-Kurve auf, die dem fertig geschwungenem Film entspricht und duplizieren diese. Die beiden Kurven werden in Position gebracht und "Kombiniert". Dies ist notwendig, damit die Knoten beider Kurven nun mit geraden Linien verbunden werden können. Der nächste Schritt ist das Schreiben einer Textzeile wie oben beschrieben. Diese Zeile muß nun an die Kurve angepasst werden. Dazu bieten alle Vektorprogramme ein Werkzeug, das "Text an Objekt ausrichten" oder ähnlich heisst. Wir markieren Textzeile und Kurve, rufen das Tool auf und stellen als Parameter "Vertikal, an Kurve anliegend" ein. Diese Angaben unterscheiden sich je nach Software stark. Sie müssen auf alle Fälle einen Parameter finden, der den Text nur senkrecht verschiebt (keinesfalls dreht), und die Grundlinie des Textes zur Kurve verzerrt. Wenn die Einstellungen übernommen sind, haftet der Text, in unserem Fall die Transportlöcher, an der Kurve. Um ihn nachträglich weiterzubearbeiten, muss er von dieser nun getrennt werden, meist ein Menüpunkt, der sich schlicht "Trennen" nennt. Jetzt können wir ihn duplizieren und beide Zeilen in Position schieben. Das Einfärben und Übernehmen in die Bildbearbeitung erfolgt wie oben. Beim Einfügen der Bildchen ist nun ein wenig Handarbeit erforderlich. Da ja das Verzerrungstool fehlt, müssen die einzelnen Thumbnails an die Filmkurve mittels des Transformationswerkzeuges angepasst werden. Mit etwas Fingerspitzengefühl kann man aber die Schrägen der Bilder schön an die Kurve angleichen. |
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Um die einzelnen Thumbs verlinken zu können ist noch das Herstellen einer Map erforderlich. Fertig.
Wir hören jetzt schon Profis schreien. Natürlich gibt es, vor allem bei teurer Software, noch einfachere Möglichkeiten. Einige Bildbearbeitungsprogramme unterstützen auch vektorisiertes Arbeiten und das Pendeln zwischen zwei Programmen ist nicht notwendig. Aber erstens soll hier gezeigt werden, wie man verschiedene Grafikkarten koppelt, denn all die Möglichkeiten eines Vektorprogrammes kann eine Bildbearbeitung nie bieten. Und zweitens, soll dieses Workshop ja schliesslich dazu dienen, Anwendern zu zeigen wie man auch mit einfacheren Mitteln zu einem Ergebnis kommen kann.
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