web to date

Die Web to Date-Story

Web to Date war ein sog. Content Mangagement System (CMS) des deutschen Software-Herstellers Data Becker. Zur Erklärung: Ein CMS ermöglicht es Ihnen, Webseiten ohne Programmierkenntnisse zu erstellen und zu updaten. Die meisten modernen Webseiten laufen mittlerweile auf einem CMS. Web to Date gehörte zur ersten Generation dieser praktischen Programme, bis die Firma Data Becker 2014 den Geschäftsbetrieb einstellte. Web to Date lag damals in der Version 8 vor, konnte aber nicht mehr an die leistungsfähigeren Konkurrenten wie WordPress oder Joomla anschließen. Trotzdem ließen viele User ihre Webseite erst einmal auf Web to Date weiterlaufen – das System war bereits installiert, die Bedienung vertraut. Und scheinbar ergaben sich daraus auch keine Probleme.

Bis heute…

Der Wind dreht sich

Problem 1: Kopierschutz

Sie wissen, wie das ist: Die Technik will nicht immer so, wie Sie wollen. Das macht gelegentlich eine Neuinstallation von Programmen notwendig. Eigentlich kein Problem: Sie spielen Web to Date neu auf und aktivieren es im letzten Schritt; dazu nimmt die Software Kontakt mit einem Internetserver auf, wegen des verwendeten Kopierschutzes „Protectdisc“.

Nun ist Data Becker aber nicht mehr aktiv, und wenn eines Tages der entsprechende Server abgestellt werden sollte, wird eine Neuinstallation unmöglich – sie werden effektiv aus Ihrer Webseite ausgeschlossen!

Tatsächlich wollte Data Becker den entsprechenden Internetserver schon zum 31.03.2016 abstellen, hat diese Maßnahme aber noch nicht durchgeführt. Web to Date-User spielen hier aber gegen die Zeit!

Problem 2: PHP-Version

Web to Date 8 ist nur bis Version 5.5 mit PHP kompatibel. PHP wird aber ständig weiterentwickelt – das hat zur Folge, dass jetzt schon viele Web to Date-Seiten nicht mehr korrekt dargestellt werden. Auch andere Fehlfunktionen bis hin zum Komplettausfall der Website sind möglich – und das entspricht unserer Praxiserfahrung. Fast täglich wenden sich Web to Date-User an uns, deren Webseiten urplötzlich nicht mehr funktionieren. In so einem Fall hat der Webhoster meist auf eine neuere PHP-Version umgestellt, ohne dass der User sich über das Problem überhaupt im Klaren ist.

Problem 3: Laufzeitfehler

Laufzeitfehler gab und gibt es immer wieder bei Web to Date; gehäuft traten diese jedoch seit September 2014 auf, nachdem ein Internetserver von Data Becker abgeschaltet wurde. Dieser spezielle Laufzeitfehler, der direkt beim Programmstart eine Fehlermeldung „Laufzeitfehler ‚-2147220502 (800403ea)‘: invalid here“ produziert und kein weiteres Arbeiten ermöglicht, kann zwar über die Registry von Windows behoben werden (öffnen Sie „Data Becker“ und ändern Sie den Wert von „AddInUpdateMode“ auf 2); aber er zeigt einmal mehr, dass Web to Date den aktuellen CMS-Programmen gnadenlos hinterherhinkt.

Wohin soll ich wechseln?

Open Source vs. proprietäre Software

Als Web to Date-Umsteiger stellt sich zunächst die Frage: Open Source oder proprietäre Software?

Open Source

Seit einigen Jahren geht der Trend für Webseitenbetreiber zu Open Source-Software. Open Source-Software wie WordPress ist meist kostenlos und bietet den Vorteil, dass alle User Zugriff auf den Quelltext haben. Die Software darf auch beliebig vervielfältigt werden.

Weitere Vorteile von Open Source:

  • Zusätzliche Qualitätsabsicherung durch die Beteiligung von Dritten
  • Ein größeres Angebot von zusätzlichen Lösungen (Plugins, Designs, Schnittstellen uvm.)
  • Keine Abhängigkeit von Herstellerfirmen wie z.B. Data Becker

Proprietäre Software

Als proprietäre Software bezeichnet man solche Software, die von einem bestimmten Hersteller herausgegeben wird. Im Gegensatz zu Open Source-Software ist eine Veränderung durch Dritte nicht möglich. An der Weiterentwicklung von proprietärer Software ist also nur eine bestimmte Anzahl an Entwicklern beteiligt.

Unsere Empfehlung

Verwenden Sie Open Source-Lösungen. Diese Lösungen werden von der Mehrheit aller Webseitenbetreiber weltweit bevorzugt, und jeder kann an der Weiterentwicklung mitwirken – das bietet höchste Zukunftssicherheit.

Im Gegensatz dazu sind Sie bei proprietären Lösungen immer von einem bestimmten Hersteller abhängig. Wie das Data Becker-Beispiel gezeigt hat, ergeben sich hier schnell Probleme, wenn der Hersteller z.B. die Unterstützung einstellt. Außerdem verfügen einzelne Hersteller nur über eine begrenzte Anzahl von Entwicklern – das verlangsamt Innovationen der Software entscheidend!

Welche Open Source-Lösung ist die Richtige?

Welche Lösungen liegen im Trend? Google liefert die Antwort:

WordPress

Google Trends Abfrage WordPress vom 11.10.2015

WooCommerce

Shopware

Typo 3

Web to Date

Shop to Date

Joomla

Google Trends Abfrage Joomla vom 11.10.2015

Gambio

Google Trends Abfrage Gambio vom 11.10.2015

Die vorgenannten Grafiken sind Abfragen bei Google Trends Deutschland am 11.10.2015. Aktuellste Daten können Sie selbst über Google Trends abfragen.

Der Gewinner für Webseiten und kleine Shops: WordPress

WordPress ist aktuell der unangefochtene Spitzenreiter, wenn es um die Verwirklichung von Webseiten und kleinen Shops geht (in Verbindung mit dem Shop-Plugin WooCommerce). Je nach Statistik laufen bereits 50-60% aller Webseiten weltweit auf WordPress.

Die Vorteile von WordPress:

  • Komplett einsehbarer und veränderbarer Quellcode > hohe Innovationsdichte
  • Kein einzelner Hersteller > hohe Zukunftssicherheit
  • Riesige Community von Usern > sehr guter Support
  • Free Open Source > WordPress als CMS ist kostenlos!

Kostenlos?

Sie haben richtige gelesen: WordPress ist Free Open Source, also kostenlos.

Ausgaben entstehen nur dann, wenn Sie kommerzielle Designs und Plugins kaufen. Plugins sind praktische Erweiterungen, wie z.B. WooCommerce, ein schickes Kontaktformular, ein Backup-Programm o.ä. Der typische Preis für ein Plugin liegt bei ~25 €. Es gibt aber auch tausende kostenloser Plugins.

Ähnlich verhält es sich mit den sog. Themes, also der grafischen Oberfläche, die der Webseiten-Besucher vor sich sieht: Hier gibt es kommerzielle wie kostenlose Angebote. Professionell vertriebene Themes liegen preislich meist bei ~50 €. Wenn Sie sich einen Eindruck vom riesigen Angebot verschaffen wollen, besuchen Sie doch WordPress.org oder Themeforest.net.

Der Fairness halber muss man aber anmerken: WordPress ist zwar kostenlos, erfordert aber meist die professionelle Hilfe eines Designers oder einer Agentur, um das Programm perfekt einzurichten; das ist einfach der hohen technischen Komplexität von WordPress geschuldet, die das Programm so leistungsfähig macht.

Was ist WooCommerce?

WooCommerce ist ein Plugin für WordPress, das Ihre Webseite in einen Online-Shop verwandelt. WooCommerce ist besonders für Shops mit nicht-physischen Produkten geeignet (Downloads, Ticket-Verkauf usw.). Aber auch mit einem kleineren Angebot von physischen Produkten kommt WooCommerce gut zurecht.

WooCoomerce an sich ist kostenlos ist, erfordert aber eine Reihe von weiteren kostenpflichtigen Plugins, um seine volle Funktionalität entfalten zu können. Sofern Sie viele solcher Plugins bei WooCommerce benötigen, macht sich eventuell auch die Anschaffung von Shopware bezahlt. Hier sind viele Shop-Funktionen bereits standardmäßig enthalten. Daher auch unsere Empfehlung, WooCommerce für kleine Shops mit begrenztem Funktionsbedarf einzusetzen.

Neugierig geworden?

Neugierig auf WordPress und WooCommerce geworden? Dann kontaktieren Sie uns jetzt! Wir bieten allen Web to Date-Anwendern eine kostenlose und unverbindliche Umstiegsberatung an.

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